Ohne Zusammenarbeit geht es nicht

Für die Praxistauglichkeit einer Datenbankanwendung ist die Zusammenarbeit zwischen Auftrageber und Entwickler entscheidend.

Unterschiedliche Erwartungen

Manch Auftraggeber kennt von Access nur die üblicherweise genutzten Möglichkeiten. Der Entwickler verfügt nicht über das tiefe Fachwissen zum darzustellenden Inhalt der Datenbank. Noch weniger kennt er anfangs die wirklichen Abläufe in betrieblichen Organisationen. Von Dingen, die dem Auftraggeber selbstverständlich erscheinen, weiß der Entwickler vielleicht gar nichts.

Sich verstehen

Das beginnt mit den Begriffen. Auch wenn Auftraggeber und Entwickler die gleichen Worte verwenden, meinen sie jedoch manchmal unterschiedliche Dinge. Mit  Werkzeug kann Form gemeint sein kann, mit Zeichnung auch Bauteil oder Entwicklungsstand.

Nach einem Pflichtenheft kann bestimmt werden, ob eine Software die niedergeschriebenen Anforderungen erfüllt. Daneben sollte ein Entwickler aber auch die noch nicht formulierten Wünsche des Auftraggebers erkennen können. Sonst wird es später schwieriger weitere Funktionen hinzuzufügen.

Zusammenfinden

Datensammeln ist einfach. Schwieriger ist es, Arbeitsabläufe in einer Datenbank darzustellen. Ob dies sowohl praxis- als auch EDV-gerecht gelingt, hängt wesentlich von der anfangs geschaffenen Datenbankstruktur ab.

Dazu muß der Entwickler die Vorgänge verstehen, um die Funktionen der Datenbank dem angleichen zu können. Aber auch der Auftraggeber muß - falls nötig - seine Prozesse den Erfordernissen der Datenverarbeitung anpassen.

Fernbeziehungen

Wenn Arbeitsabläufe in einer Datenbank berücksichtigt werden sollen, ist es natürlich günstig, wenn man als Entwickler Einsicht in den Betrieb nehmen und vor Ort mit den Mitarbeitern sprechen kann, die die Wahrheit kennen.

Die Nähe ist gut, aber nicht entscheidend. Entscheidend ist, daß die Datenbankstruktur und der Datenbankentwickler die Arbeitsabläufe in der Datenbank abbilden können.

Nur nach telefonischen Besprechungen, Mails und Screenshots habe ich eine Datenbank zur Produktionsdatenerfassung und Verpackungsbeschriftung nach Thüringen ausgeliefert. Wenn es mit der Verständigung klappt, ist die Entfernung kein Problem.

Zu Telefon und Email kommen heute Terminalserver und Remote-Zugriffe. Mit diesen Techniken sitzt man wie im Büro nebenan. Es ist möglich, mit dem Projektbetreuer vor Ort gemeinsam einen Bildschirm zu betrachten und Anwendungsfälle zu diskutieren. Auf diese Weise lassen sich Dienstreisen minimieren. Orte wie Berlin, Schwerin, Hannover, Osnabrück, Kiel und Lübeck lassen sich noch mit Tagesbesuchen gut betreuen.